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Epinastin

Epinastin

Epinastin ist ein Arzneistoff zur Linderung der Beschwerden bei allergischen Bindehautentzündungen eingesetzt wird. Es wird seit 2003 unter der Marke Renestal® gehandelt.

Funktionsweise

Das Medikament besetzt die Histamin-Bindungsstellen im Körper und vermindert so die Allergiereaktion. Es ist ein potenter Antagonist an H1-Rezeptoren und penetriert die Blut-Hirn-Schranke nicht. Zudem ist das Medikament mastzellstabilsierend. Die Dosierung erfolgt 2x täglich 1 Tropfen in die Augen.

Nebenwirkungen

Beobachtete Nebenwirkungen sind die Reizung der Augen. Es hat keine Auswirkungen auf das Zentrale Nervensystem. Kategorie:Antihistaminikum Kategorie:Chemische Verbindung

Allergie

Als eine Allergie (griechisch αλλεργία „die Fremdreaktion“, von άλλος „anders, fremd“ und έργον „die Arbeit, Reaktion“) wird eine überschießende und unerwünschte heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, auf die der Körper mit Entzündungszeichen und der Bildung von Antikörpern reagiert (Antigen(Allergen)-Antikörper-Reaktion). Die konkrete Bezeichnung Allergie wurde von Freiherr Clemens von Pirquet 1906 geprägt.

Symptome

Allergien können folgende Symptome auslösen:
- Atemwegserkrankungen (z. B. Dauerschnupfen, Nasenpolypen, Nasennebenhöhlenentzündung, Heuschnupfen, Asthma bronchiale)
- Hautirritationen (z. B. Urtikaria, Kontaktekzem, Neurodermitis)
- Augenprobleme (z. B. Bindehautentzündung)
- Störungen des Verdauungstraktes (z. B. Übelkeit, Krämpfe, Durchfall)
- Fieber („Heufieber“ beim Heuschnupfen)
- Müdigkeit und Konzentrationsstörungen (Hypotonie)
- Schlaflosigkeit (z. B. bei Hausstauballergie) Nicht jedes Allergen hat nur ein Zielorgan. Vielmehr können beispielsweise über die Atemluft aufgenommene Allergene bei einer Person zu tränenden und juckenden Augen führen, bei einer zweiten Niesreiz und starken Schnupfen auslösen, während eine dritte Person mit Asthmaanfällen reagiert. Viele Nahrungsmittel können sowohl Hautreaktionen als auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich auslösen.

Auslöser

Sie lassen sich in vier Kategorien einteilen:
- Inhalationsallergene (u. a. Blütenpollen, Kot der Hausstaubmilbe, Hautschuppen von Tieren, Schimmelpilzsporen, Speichel als Putzrückstand auf Tierhautschuppen, -haare oder Vogelfedern, Lösungsmitteldämpfe)
- Kontaktallergene (u. a. Tierhaare, Blumen und Pollen, Formaldehyd in Kosmetika, Latex (Einmalhandschuhe, Radiergummis, Kondome), Additive in Kraft-, Kunst- und Beschichtungsstoffen, Metalle (z. B. Nickel)
- Insektengifte (vor allem Bienen- und Wespengift)
- Nahrungsmittelallergene (Milch, Fisch, Obst, Getreide, Nüsse)
- Medikamente, die als Allergene wirken (u. a. Antibiotika wie Penicillin) Von Kreuzallergien spricht man, wenn sich die allergische Reaktion auf ein bestimmtes Allergen auf einen anderen Auslöser überträgt, der eigentlich nichts mit dem ersten Allergen zu tun hat.

Nachweis einer Allergie

Es gibt drei Arten einen Patienten darauf zu untersuchen, gegen welche Stoffe eine Allergie vorliegt:
- Hauttest
- Provokationstest
- Blutuntersuchung

Hauttests

Sie sind die Standarduntersuchung bei dem Verdacht, dass der Patient gegen bestimmte Stoffe allergisch reagiert. Ein Allergenextrakt wird dabei auf verschiedene Weisen mit der Haut in Kontakt gebracht. Dadurch wird bei sensibilisierten Betroffenen Histamin freigesetzt, dringt in das anliegende Gewebe und bewirkt dort eine Entzündung.
- Der Reibetest wird bei besonders empfindlichen Menschen angewandt. Der Arzt reibt mit dem unter Verdacht stehenden Stoff kräftig an der Innenseite des Unterarms. Bei positiver Reaktion zeigen sich großflächige Rötungen oder Quaddeln.
- Beim Scratchtest wird der Allergenextrakt auf die Beugeseite des Unterarms gegeben und mit einer Lanzette die Haut 5 mm oberflächlich angeritzt. Somit gelangt der Extrakt in die Haut.
- Die heute am häufigsten angewendete Methode ist der Pricktest, bei dem die Allergenlösung entweder auf den Unterarm oder den Rücken gegeben wird. Durch den Tropfen hindurch wird mit einer Spezialnadel etwa 1 mm in die Haut gestochen.
- Ähnlich wird der Intrakutantest angewendet, nur, dass dabei der Allergenextrakt mit einer feinen Kanüle in die Haut gespritzt wird. Dieser Test ist jedoch schmerzhafter als der Pricktest.
- Bei Kontaktekzemen greift man zum Pflastertest. Dabei werden Pflaster mit den in Frage kommenden Allergenen versehen und auf den Rücken oder den Oberarm des Patienten geklebt. Da die Kontaktallergie langsamer verläuft, muss das Pflaster zwei bis drei Tage auf der Haut bleiben. Danach wird das Ergebnis abgelesen.

Provokationstests

Hauttests sind Provokationstests: Dem Organismus werden Allergene am Erfolgsorgan Haut zugeführt und anschließend kann die provozierte Reaktion dort abgelesen werden. Bei anderen Provokationstests wird das verdächtigte Allergen als Lösung zum Beispiel inhaliert oder in die Nase gesprüht. Anschließend misst man die allergische Reaktion, z. B. die Schwellung der Nasenschleimhaut mittels einer sogenannten Rhinomanometrie oder an den Atemwegen mit einer Lungenfunktionsprüfung. Der Vorteil eines Provokationstests liegt darin, dass damit die Beschwerde-Auslösung nachgewiesen wird und nicht nur eine Sensibilisierung im Bluttest. Da beim Provokationstest unerwartet heftige Krankheitszeichen bis zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auftreten können, sollte er von einem allergologisch erfahrenen Arzt durchgeführt werden, der über die erforderlichen Gegenmittel und Apparate verfügt.

Blutuntersuchungen


- Beim RIST (Radio-Immuno-Sorbens-Test) wird Immunglobin E im Blut nachgewiesen. Da aber prinzipiell alle Antikörper Immunglobine sind, muss bei einer Allergie der Gesamt-Immunglobinspiegel erhöht sein. Je höher die Überempfindlichkeit, desto höher ist der Immunglobinspiegel. Mit solch einem Befund kann jedoch nur allgemein eine Allergie nachgewiesen werden, aber nicht, wogegen der Patient allergisch reagiert.
- Der RAST (Radio-Allergo-Sorbens-Test) ist teurer und aufwändiger als die RIST-Untersuchung. Dabei wird der Verdacht auf den Auslöser der allergischen Reaktion, also spezifischer Immunglobine, nach einem vorangegangenen Hauttest bestätigt. Symptomatisch für Allergien ist ein erhöhter Anteil von Eosinophilen im Blut.

Entwicklung der Allergie

Woher die grundsätzliche Bereitschaft rührt, eine Allergie zu entwickeln, ist nicht vollständig erforscht. Diskutiert werden u. a.:
- Erbliche Einflüsse (Allergien sind HLA-assoziiert - human leucocyte antigen-System). Varianten sind mittlerweile in mehr als 50 verschiedenen Genen nachgewiesen (u. a. ADAM33, GPRA oder IL1RN, die alle eine Rolle bei der allergischen Entzündung spielen)
- Unterforderung des Immunsystems in der frühen Kindheit mit viralen oder bakteriellen Erregern, z. B. durch übertriebene Hygiene (Flächendesinfektion)
- Die bei vielen allergischen Reaktionen hauptsächlich auftretenden Immunglobuline vom Typ E (IgE) dienten ursprünglich der Abwehr von nun in den Industrienationen seltener gewordenen Infektionen mit Parasiten wie Bandwürmern.
- Ungünstige Ernährung, in Diskussion sind bestimmte Fettsäuren sowie Vitamin D das immunsuppressiv wirkt
- Psychosomatik, allerdings mehr als sekundäres Phänomen im Sinn einer Konditionierung auf allergieauslösende Reize
- Zunahme des Pollenflugs, z. B. durch die Erderwärmung oder als Stressreaktion von Bäumen auf Schadstoffbelastung
- Zunahme der Milbenexposition durch bessere Isolierung der Häuser
- Frühe Änderungen in der Darmflora, die durch Antibiotika und Probiotika beeinflusst werden kann
- Veränderung der Hautflora z. B. durch die Einführung von Windeln
- Kälteresistente Bakterien in Nahrungsmittel z. B. durch die Einführung von Kühlschränken
- Medikamente, z. B. Paracetamol Wenn ein Allergen die erste Schranke (Haut oder Schleimhäute) überwunden hat und von dem Immunsystem als Fremdkörper erkannt wird, werden B-Lymphozyten zur Produktion des für das Allergen passenden Antikörpers (Immunglobulin vom Typ E) angeregt. Dies dauert ein bis zwei Tage. Diesen Vorgang nennt man die Sensibilisierungsphase, denn der Organismus ist bei einem weiteren Kontakt mit diesen Allergenen sofort in der Lage die entsprechenden Antikörper zu bilden. Die Antikörperproduktion beim ersten Kontakt mit einem Allergen löst noch keine Symptome aus. Die gebildeten Antikörper setzen sich an der Oberfläche von Mastzellen fest und sind dadurch in der Lage bei erneutem Kontakt die Allergene an die Mastzelle zu binden. Als Folge der Bindung wird die Membran der Mastzellen durchlässig und die in ihnen gelagerten Bläschen schütten das Histamin aus, welches eine Entzündungs-Kaskade initiiert, die zu den bekannten Symptomen führt. Die Ursachen für die Zunahme von Allergien in der Bevölkerung sind heute nur schlecht oder gar nicht verstanden. Eine Theorie ist die „Hygiene- oder Dschungelhypothese“. Sie besagt, dass es in Ländern mit einem hohen Hygienestandard deshalb so viele Allergiepatienten gibt, weil diese in der frühen Kindheit, als das Immunsystem geprägt wurde, zuwenig Kontakt mit Krankheitserregern hatten. Eine Allergie wäre nach dieser Theorie eine Art Ersatzhandlung des Immunsystems, bei welchem Mangels echten Erregern auch harmlose Stoffe Ziel einer Immunantwort werden. Allerdings ist dies ein mechanistisches Verständnis der komplexen Immunregulation. Eine weitere Theorie ist die Survival-Hypothese. Danach sind Anfang des letzten Jahrhunderts durch die hohe Säuglingssterblichkeit sehr viele Kinder an Atemwegsinfekten gestorben, welche heute durch verbesserte Lebensumstände überleben. Es könnte sein, dass dadurch aber auch bestimmte Genvarianten in der Bevölkerung zugenommen haben, welche nun für einige der „Zivilisations“-Krankheiten verantwortlich sein könnten.

Klinische Einteilung

Die folgende Einteilung nach Coombs und Gell von 1963 lässt dennoch fließende Übergänge beim einzelnen Kranken zu; klassischerweise unterscheidet man vier Typen: #Typ I, Soforttyp, Anaphylaxie (häufigster Typ): innerhalb von Sekunden oder Minuten vermitteln zellständige IgE-Antikörper die Freisetzung diverser Mediatoren wie Histamin, aber auch Prostaglandine und Leukotriene aus den basophilen Granulozyten und Mastzellen #
- typische Erkrankungen hierbei sind die Urtikaria, die allergische Bindehautentzündung, der Heuschnupfen und das allergische Asthma; aber auch das angioneurotische Ödem (= Quincke-Ödem >> u. U. lebensbedrohliche Schleimhautschwellung) und der anaphylaktische Schock sind Soforttyp-Reaktionen #
- eine etwas verzögerte zweite Reaktion kann nach bis zu sechs Stunden auftreten #Typ II, zytotoxischer Typ: innerhalb von Stunden (bis zu zwölf) bilden zellständige Antigene (also aufgenommene Fremdsubstanzen wie gewisse Medikamente oder transfundiertes Blut) Immunkomplexe mit körpereigenen, im Blutstrom kreisenden IgG-Antikörpern; diese aktivieren zytotoxische Killerzellen und Komplement, daraufhin kommt es zur Zerstörung (Lyse) körpereigener Zellen #
- typische Erkrankungen: medikamenten-induzierter Mangel an Gerinnungsplättchen (Thrombopenie), hämolytische Anämie nach Transfusionszwischenfall (selten), kompletter Ausfall der Weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) (selten) #Typ III, Immunkomplex- oder Arthus-Typ: auch innerhalb von Stunden bilden sich hier Klumpen von Antikörpern und Antigenen, die sowohl zellständig sein als auch frei im Blut schwimmen können; auch hier wird Komplement aktiviert und führt zur Phagozytose (Aufnahme) der Komplexe durch Weiße Blutkörperchen, welche wiederum Enzyme freisetzen, die Gewebe angreifen. #
- typische Erkrankungen: allergische Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), die so genannte Farmer-Lunge, Serumkrankheit und Aspergillose #Typ IV, Spättyp, verzögerter Typ: nach einem halben bis drei Tagen setzen sensibilisierte T-Lymphozyten Lymphokine frei, welche weitere Weiße Blutzellen zum Ort des Allergens locken, woraufhin dort eine Entzündung entsteht #
- typische Erkrankungen / Phänomene: Kontaktekzem, Abstoßungsreaktion nach Transplantation, Ausschlag nach Medikamenteneinnahme, aber auch die Tuberkulinreaktion bei Verdacht auf Tuberkulose #
- einzige zellvermittelte Reaktion

Therapie


- Vorsorglich:
  - Die beste primäre Vorbeugung ist sicherlich die Allergenkarenz, das heißt das Vermeiden des Kontaktes mit einem Allergen, doch dies ist leider nur selten möglich. Klassische Beispiele sind Tierhaarallergien und Nahrungsmittelsallergien.
  - Als echte primäre Prophylaxe wird für Neugeborene mit erhöhtem Risiko, an Allergien zu erkranken, ausschließliches Stillen für wenigstens sechs Monate oder bei Stillhindernissen die Ernährung mit einer hypoallergenen Flaschennahrung, die ihre Schutzwirkung in Studien auch nachgewiesen hat, empfohlen. Noch nicht abschließend zu beurteilen ist der vorbeugende Effekt von sogenannten „Probiotika“, z. B. Laktobacillus bifidus. Diese natürlichen Darmbakterien sind nicht nur in vielen probiotischen Joghurts u. a. enthalten, sondern mittlerweile auch in den ersten Säuglingsnahrungen und finnische Studien geben Hinweise darauf, dass bei nicht gestillten Säuglingen die Ernährung hiermit möglicherweise vor der Entstehung von Allergien schützt. Da zahlreiche Allergiker auch auf Milchprotein allergisch reagieren, ist der häufige Verzehr von probiotischen Joghurts nicht unproblematisch.
  - Hyposensibilisierung ist ein Möglichkeit zur sekundären vorsorglichen Behandlung. Durch langsam ansteigende Dosen des Allergens, die in die Unterhaut gespritzt werden, soll das Immunsystem lernen, nicht mehr allergisch auf die auslösende Substanz zur reagieren. Hat die Therapie Erfolg, kann das Immunsystem dann auch auf neue Allergene korrekt reagieren und es entstehen weniger neue zusätzliche Allergien. Die Therapie erstreckt sich in der Regel über drei Jahre und kann von Nebenwirkungen bis hin zum allergischen Schock verbunden sein.
- Akut:
  - Antiallergika in Form von Tabletten, Nasen- oder Lungensprays oder Augentropfen. Hauptsächlich werden Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren oder Cortikoide (Kortison) eingesetzt. In schweren Fällen ist ärztliche Erste Hilfe erforderlich.
- Begleitend:
  - Psychosomatische Verfahren

Überempfindlichkeitsreaktionen: Arten und Definitionen

Psychosomatische Symptome der Überempfindlichkeitsreaktionen beruhen auf unnötigen und überschießenden Reaktionen gegen harmlose Substanzen:
- Echte Allergie: Unter Beteiligung des Immunsystems, insbesondere der Antikörper.
- Pseudoallergie: Ohne Beteiligung des Immunsystems, aber unter dem Einfluss von Histamin und anderen Mediatoren, die auch bei Immunreaktionen auftreten, z. B. Histaminose nach Rotwein- oder Käsegenuss.
- Intoleranz (auch unscharf Unverträglichkeit genannt): Vergiftungsymptome bei an sich normaler Dosierung oder Konzentration eines Stoffes wegen unzureichender Verarbeitung zugeführter oder freigesetzter Substanzen, ohne Beteiligung von Immunsystem oder Mediatoren, aber vermutlich mit Komplementaktivierung und / oder übermäßig labilen Zellmembranen von Mastzellen und basophilen Granulozyten oder Stoffwechselstörungen der Arachidonsäure. Beispiele sind
  - die Zöliakie/einheimische Sprue
  - Milchzuckerunverträglichkeit bei Lactoseintoleranz
  - die klinisch wichtige Analgetika-Intoleranz :Handelt es sich bei einer Intoleranz ursächlich um ein falsch oder zu wenig gebildetes Enzym, so spricht man auch von einer Idiosynkrasie.

Übersicht der häufigsten allergischen Krankheiten


- Heuschnupfen
- Hausstauballergie
- allergische Urtikaria = Nesselsucht
- allergisches Asthma bronchiale
- Insektengiftallergie
- Neurodermitis (atopische Dermatitis)
- allergisches Kontaktekzem
- Nahrungsmittelallergien
- anaphylaktischer Schock

Siehe auch


- Antiallergika, Antihistaminika, Omalizumab
- Idiosynkrasie
- Hausstauballergie, Tierhaarallergie, Latexallergie, Spermaallergie
- Anaphylaxie, Hyposensibilisierung, Hauttestung

Weblinks


- Open Directory Project: [http://dmoz.org/World/Deutsch/Gesundheit/Krankheiten_und_Beschwerden/Immunsystem/Allergien/ Gesundheit > Krankheiten und Beschwerden > Immunsystem > Allergien]
- [http://www.allum.de/index.php ALLUM: Gute, verständliche Informationen zu Allergien und deren Auslösern]
- [http://www.lorano.de/pollenflug/vorhersage/index.php Übersichtliche Pollenflug Vorhersage nach PLZ] Kategorie:Immunologie ja:アレルギー ko:알레르기 nb:Allergi

Bindehaut

Die Bindehaut (lat. Tunica conjunctiva, davon eingedeutscht auch Konjunktiva) ist eine Schleimhaut in der Orbita (Augenhöhle) im vorderen Augenabschnitt.

Anatomie

right Sie beginnt an der Lidkante und überzieht als Tunica conjunctiva palpebrarum die hintere, dem Augapfel zugewandte Fläche der Augenlider. Dieser Schleimhautüberzug wirkt wie ein weiches Wischtuch und verteilt beim Lidschlag die Tränenflüssigkeit über der Cornea (Hornhaut), ohne diese zu verletzen. In der Tiefe der Augenhöhle schlägt die Bindehaut wieder nach vorn um und verbindet sich mit der Sklera. Die Bindehaut überzieht den vorderen Teil der Sklera bis zum Beginn der Hornaut, dieser Abschnitt wird als Tunica conjunctiva bulbi bezeichnet. Der von der Bindehaut umhüllte Hohlraum ist der Bindehautsack (Saccus conjunctivae). Dessen hintere Nische in der Tiefe der Augenhöhle wird als Bindehautgewölbe (Fornix conjuctivae) bezeichnet. Hier münden die Ausführungsgänge der Tränendrüse (Glandula lacrimalis). Die Tränenflüssigkeit wird am nasenseitigen Lidwinkel über zwei Tränenpunkte (Puncta lacrimalia) in Richtung Nase abgeleitet. Die Bindehaut bildet am nasenseitigen Augenwinkel eine Zusatzfalte, die als Nickhaut (Plica semilunaris conjunctivae, Membrana nicitans) oder 3. Augenlid (Palpebra tertia) bezeichnet wird. Sie ist beim Menschen nur sehr klein. Bei den übrigen Säugetieren ist sie so groß, dass sie sich vor das gesamte Auge legen kann. Bei vielen anderen Wirbeltieren, z.B. Haien, Reptilien und Vögeln, ist sie transparent und kann wie eine Schutzbrille vor das Auge geklappt werden. In der Schleimhaut der Bindehaut sind einzelne Drüsenpakete eingelagert, die als akzessorische Tränendrüsen bezeichnet werden. Am nasenseitigen Lidwinkel ist die Bindehaut zur Tränenkarunkel (Caruncula lacrimalis) verdickt. Die Endäste der Blutgefäße in der Konjunktiva am Übergangsbereich von Sclera und Cornea werden als Randschlingennetz bezeichnet. Dieses nimmt an der Versorgung der gefäßlosen Hornhaut teil. Bei Entzündungen der Cornea können aus diesem Randschlingennetz Blutgefäße in die Cornea einsprossen.

Klinische Bedeutung

Die Bindehaut wird bei jeder klinischen Allgemeinuntersuchung betrachtet. Da sie recht dünn, gut durchblutet und unpigmentiert ist, lassen sich Veränderungen des Blutes gut erfassen. So tritt z.B. eine Gelbfärbung bei Ikterus (Gelbsucht), eine weiß-porzellanfarbene bei Anämie (Blutarmut) oder Schock auf. Eine Entzündung der Bindehaut bezeichnet man als Konjunktivitis. Sie tritt bei lokalen Reizungen (z.B. durch Fremdkörper) und Infektionen oder auch im Zuge einiger allgemeiner Infektionskrankheiten (z.B. Masern, Staupe) auf. Solitärfollikel in der Bindehaut können sich bei Entzündungen stark vergrößern und dann wie Sandpapier wirken und die Hornhaut verletzen. Eine Unterblutung der Bindehaut wird auch Hyposphagma genannt, sie verursacht jedoch keine Beschwerden. Bei einem Hineindrücken oder Einsinken des Augapfels (Enophthalmus, z.B. bei Muskelkrämpfen wie Tetanus) kommt es bei Tieren zu einem Nickhautvorfall.

Weblinks

Kategorie: Auge

Medikament

Ein Medikament (lateinisch medicamentum - das Heilmittel) ist ein Arzneimittel, das in bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Linderung einer Krankheit dient. Von Medikamenten abzugrenzen sind hingegen Arzneimittel zur Diagnose von Erkrankungen und körperlichen Zuständen (Diagnostika) und Arzneimittel, die dem Ersatz von Körperflüssigkeiten dienen. Der Begriff Arzneimittel schließt andererseits alle Medikamente ein, geht aber über den Begriff eines Medikamentes hinaus: Blutpräparate oder Diagnostika wie beispielsweise Kontrastmittel sind zwar Arzneimittel, aber keine Medikamente. Umgangssprachlich wird das Wort Arzneimittel jedoch häufig synonym mit Medikament verwendet. Sie sind meistens unter dem Handelsnamen als auch ihrem Freinamen, dem International non-proprietary name (INN), bekannt. Heilmittel hingegen umfassen nach aktueller (2005) Nomenklatur in Deutschland andere medizinisch unterstützende Maßnahmen wie Badekuren, Massagen, Ergotherapie und Krankengymnastik. Als Medikamente dienen seit alters her bestimmte Pflanzen, Pflanzenteile und tierische Substanzen, in neuerer Zeit jedoch vor allem synthetische Präparate. Wissenschaften von den Medikamenten sind Pharmazie und Pharmakologie.

Literatur


- Wolf-Dieter Müller-Jahncke, Christoph Friedrich: Geschichte der Arzneimitteltherapie. Stuttgart 1996
- Merrill Goozner: The $800 million pill. University of California Press, Berkeley 2004, 297 S., ISBN 0-520-23945-8
- Marcia Angell: The truth about the drug companies. Random House, New York, 2004, 305 S., ISBN 0-375-50846-5 - Deutsch: Der Pharma-Bluff - Wie innovativ die Pillenindustrie wirklich ist. Verlag KomPart, Bonn/Bad Homburg 2005
- Robert Langer: Medikamente direkt am Ziel. Spektrum der Wissenschaft, März 2004, S. 42 - 48, ISSN 0170-2971
- Ray Moynihan, Alan Cassels: Selling sickness: How the world's biggest pharmaceutical companies are turning us all into patients. Nation Books, New York 2005

Weblinks


- [http://www.bfarm.de Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte]
- [http://www.medipreis.de Suchmaschine für deutsche Versand-Apotheken (kommerziell)]
- [http://www.medikamente-im-test.de Medikament-Informationen der Stiftung Warentest (teilweise kostenpflichtig)]
- [http://www.reprotox.de Medikamentenberatung für Schwangerschaft und Stillzeit]
- [http://medikamente.lifeline.de Zusammenstellung einer großen Zahl häufig verwendeter Medikamente (kommerziell)]
- [http://www.fda.gov/ U.S. Food and Drug Administration (englisch)]
- Portal zum Thema Gesundheit und Medizin des [http://www.aponodie.de Apothekennotdienstes]
- [http://www.documed.ch Informationen zu allen in der Schweiz zugelassenen Medikamenten, Suchmaschine für Arzneimittel-Namen und -Wirkstoffe]

Siehe auch

Verschreibungspflicht, Betäubungsmittel, Drogen, Wirkstoff, Placebo, Generika, Mumia, Therapeutische Breite, Nebenwirkung, ROTE LISTE, Orphan drug, Phytotherapie, Allopathie, Homöopathie, TCM, Medizinische Wirksamkeit, Rezeptgebühr Kategorie:Pharmazie als:Medikament th:ยา

Antagonist

Der Antagonist (griechisch ανταγωνιστής, andagonistís - wörtlich der Gegenhandler, von αντι~, anti~ - gegen~ und άγω, ágo - ich handle, bewege, führe; der Gegenspieler) ist:
- Im allgemeinen ein Widersacher oder Gegner.
- In der Literatur und beim Film die Kraft, deren Zwecke sich nicht zeitgleich mit denen des Protagonisten (Helden) verwirklichen lassen, sein Widerspiel. Dieses tritt auf drei verschiedene Weisen auf:
  - als einzelne Person, "der Bösewicht".
  - als Partei
  - als Widerstrebung (Protagonist-Antagonist sind dieselbe Person, Innenkampf)
- In der Pharmakologie eine Substanz, die einen Agonisten unter Blockierung eines entsprechenden Rezeptors in seiner Wirkung hemmt, ohne selbst einen Effekt auszulösen (siehe Antagonist (Pharmakologie)).
- In der Anatomie und Physiologie
  - ein Muskel, der gedehnt wird, wenn der Agonist eine Bewegung oder Haltearbeit verrichtet;
  - ein Nerv, eine Nervenbahn oder ein Teilsystem des Nervensystems, das funktionell meist gegenteilige Wirkungen zum Agonisten hat: Überwiegt z. B. der Parasympathikus den Sympathikus, so nimmt die Verdauungstätigkeit zu :Agonist und Antagonist stehen reziprok zueinander.
- In der Ökologie die Bezeichnung für eine lebensbedrohliche Störgröße oder einen Feind (Parasit, Krankheitserreger, Räuber) Siehe auch: Antagonismus, Agonist, Protagonist, Synergist, Synergie, Diadochokinese, Bösewichte

Blut-Hirn-Schranke

Die Blut-Hirn-Schranke, auch Blut-Gehirn-Schranke genannt, ist eine physiologische Barriere zwischen dem Zentralnervensystem und dem Blutkreislauf. Sie dient dazu, die Milieubedingungen im Gehirn aufrecht zu erhalten und sie von dem des Blutes abzugrenzen. Durch den speziellen Aufbau der Gefäßwand der Blutgefäße im Gehirn können fast keine Substanzen durch die Zellzwischenräume auf dem Weg des parazellulären Transports aus dem Blut in das Hirngewebe eindringen. Dies dient dem Schutz des Gehirns vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern und Toxinen, schwankenden Bedingungen und Botenmolekülen des Blutes. Stoffe wie Alkohol, Nikotin, LSD, MDMA, Heroin usw. können diese Schranke überwinden, weil sie fettlöslich sind. Wasserlösliche Stoffe müssen über die Transportsysteme der Endothelzellen in das Gehirn geschleust werden. Die Blut-Hirn-Schranke kann bei Entzündungen, Durchblutungsstörungen und verschiedenen Erkrankungen gestört oder geschädigt werden.

Aufbau

Die Zellen, die die Blutgefäße aufbauen, werden als Endothelzellen bezeichnet. Damit das Endothel für Substanzen undurchlässig wird und das Blut nicht einfach in das umliegende Gewebe einsickert, müssen die Zellzwischenräume abgedichtet werden. Diese Abdichtung, die in den Blutgefäßen des Gehirns Blut-Hirn-Schranke genannt wird, wird durch die Tight junctions der Blutgefäße gebildet. Tight junctions sind aus Proteinen aufgebaut, die mit den gleichen Proteinen der Nachbarzelle eine sehr dichte Verbindung eingehen. Die Endothelzellen haben damit unter Kontrolle, welche Substanzen auf dem parazellulären Weg in das Gehirn eindringen können, und welche nicht.

Geschichte

Die Existenz einer solchen Barriere wurde zum ersten mal vor über hundert Jahren, im späten 19. Jahrhundert, von dem Bakteriologen Paul Ehrlich bemerkt. Er experimentierte mit Farbstoffen, vor allem Aniline, die er in den Blutkreislauf von Ratten injizierte. Diese Farbstoffe färbten alle Organe mit Ausnahme des Gehirns ein. 1913 injizierte Ehrlichs Schüler Edwin Goldmann den Farbstoff direkt in das Rückenmark und fand heraus, dass in diesem Fall das Gehirn durchaus eingefärbt wurde, der Rest des Körpers jedoch Farbstoff-frei blieb. Dadurch wurde klar gezeigt, dass eine Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem Nervensystem existiert. Die dafür verantwortlichen Strukturen wurden in den Blutgefäßen vermutet, konnten jedoch nicht gefunden werden. Erst mit der Etablierung der Elektronenmikroskopie in den 1960ern konnten diese Strukturen, die Tight junctions, visualisiert werden.

Assoziierte Krankheiten

Verschiedene Krankheiten haben eine Veränderung der Permeabilität der Blut-Hirn-Schranke zur Folge. Bei Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose beispielsweise wird bei einem Schub partiell die Blut-Hirn-Schanke im Gehirn oder entlang des Rückenmarks durchlässig, T-Lymphozyten können sie passieren und greifen das Myelin an, das die Reizweiterleitung durch die Nervenfasern erleichtert. Das Bakterium Vibrio cholerae greift Proteine der Blut-Hirn-Schranke an, was zu einer Öffnung der Barriere und anschließenden Entzündung des Gehirns führen kann. "Blut-Hirn-Schranke" ist auch eine unter Narkoseärzten weit verbreitete scherzhafte Bezeichnung für das Tuch, das während einer Operation den Bereich, in dem sich die Chirurgen aufhalten ("Blut") von dem Bereich trennt, in dem sich der Narkosearzt aufhält ("Hirn"). Kategorie:Histologie Kategorie:Kreislaufsystem Kategorie:Zentralnervensystem ja:血液脳関門

Mastzellen

Mastzellen sind bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr, die viele Botenstoffe, unter Anderem Histamin gespeichert haben. Trifft eine solche Mastzelle auf ein an IgE gebundenes und präsentiertes Allergen, also einen vom Körper als fremd erkannten Stoff, so heftet sie sich daran an und schüttet ihr ganzes Histamin aus, um die entsprechende Reaktionskette zur Elimination in Gang zu setzten. Kategorie:Zelltyp [http://www.jem.org/cgi/content/full/200/8/1001 Volna P, Lebduska P, Draberova L, Simova S, Heneberg P, Boubelik M, Bugajev V, Malissen B, Wilson BS, Horejsi V, Malissen M, Draber P: Negative regulation of mast cell signaling and function by the adaptor LAB/NTAL. J Exp Med. 2004 Oct 18;200(8):1001-13.] [http://www.ingentaconnect.com/content/ben/cmc/2005/00000012/00000016/art00004?token=005d15b859a293f4e4b3b49264f65263a3d4f58602f487675335a666f3a7b2f42313876576b665d7d766a349f9d96 Heneberg P, Draber P: Regulation of cys-based protein tyrosine phosphatases via reactive oxygen and nitrogen species in mast cells and basophils.Curr Med Chem. 2005;12(16):1859-71.] ja:肥満細胞

ZNS

Das Zentralnervensystem (ZNS oder CNS von Central Nervous System) ist das Neuronenensemble, das in einem komplexeren Lebewesen verschiedene Aufgaben erfüllt:
- zur Integration aller 'sensiblen' Reize, die ihm - afferent - von innerhalb oder außerhalb des Organismus zugeleitet werden,
- zur Koordination sämtlicher motorischen Eigenleistungen des Gesamtorganismus
- und Regulation aller dabei ablaufenden innerorganismischen Abstimmungssvorgänge zwischen den organismischen Subsystemen oder Organen, einschließlich solcher humoraler und insbesondere hormoneller Art. Alle komplexeren, sich als Ganze bewegende Lebewesen, mithin alle höheren Tiere benötigen ein 'System' mit diesen Funktionen. Es als Steuerungssystem anzusehen liegt nahe, ist aber nicht korrekt. Im eigentlichen Sinn 'steuert' das ZNS nicht. Es trägt infolge seiner zentralen Stellung neben der innerorganismischen Selbstregulation automatisch auch zur Aufrechtherhaltung der Funktionalität des Gesamtorganismus in Relation zu organismisch relevanten Bedingungen in seiner Umgebung oder Umwelt (Jakob Johann von Uexküll) bei. Das ZNS 'vermittelt' dabei stets nach zwei Seiten: als zentrales Integrations-, Koordinations- und Regulationsorgan dient es nicht nur zur Verarbeitung von Reizen, die über die vom jeweiligen Organismus ausgebildeten Sinnesorgane von außerhalb des Organismus ins ZNS gelangen, sondern auch von jenen, die im Organismus selbst produziert werden. Tiere werden daher nicht nur von Umweltbedingungen zu Reaktionen angeregt. Sie werden auch von sich aus aktiv. Dies kann sogar während des Ruhens oder Schlafens vorkommen und zwar dann, wenn selbst produzierte Eigenreize größere Intensität erreichen; beim Menschen ist dies etwa bei heftigen oder intensiveren Träume der Fall. Diese gehen teilweise mit starker Aktivierung der auch im Schlaf unablässig vegetativ regulierten Bereiche des Organismus einher wie etwa Herzschlag oder Schweißabsonderung, so dass stärkere '(Mit)Reaktionen' dieser Art ihrerseits als Weckreize wirken und der Schläfer 'aufgeregt' erwacht. Organismen wie Menschen, die lernen, also üben können, derartige 'innere Reize' als 'Vorstellungen' aller Art - z.B. visueller bzw. bildlicher oder akustischer bzw. klanglicher Art usw. - auch im Wachzustand als Tagträume oder Imaginationen zu produzieren, können dies nutzen, organismische Reaktionen bei sich anzuregen, die nicht der willentlichen Kontrolle wie die Motorik unterliegen. Das sind alle autonomen vegetativen Körpervorgänge wie Blutdruckregelung, Herzschlagregulierung, Schweiß- und Tränenproduktion sowie die Regulierung des 'unwillkürlichen' Muskeltonus. In solchen Fällen wird der Automatismus des Gehirns zur 'Selbstbeeinflussung' genutzt, eines der vielen empirischen Beweise, dass nicht das Gehirn bestimmt, was geschieht, sondern derjenige, der es benutzt, ob er dies weiß oder nicht.

ZNS der Wirbeltiere

Beim Menschen und den übrigen Wirbeltieren fasst man unter ZNS Gehirn und Rückenmark zusammen und grenzt es so gegen das periphere Nervensystem ab, das allerdings nur aus den Fortsätzen der motorischen oder sensiblen Neuronen des ZNS besteht. Dabei unterscheidet man nach Ansatzort zwischen den motorischen und sonstigen somatischen Anteilen und den viszeralen Anteilen, die durch das Vegetative Nervensystem bzw. den so benannten Teil des ZNS reguliert werden. Das ZNS wird in die graue Substanz (Substantia grisea) und die weiße Substanz (Substantia alba) untergliedert. Die graue Substanz liegt im Gehirn außen, im Rückenmark innen. Beide Anteile lassen sich an einem Schnitt bereits mit bloßem Auge anhand der namensgebenden Farbe erkennen. Die graue Substanz besteht vorwiegend aus Nervenzellkörpern, die weiße aus deren Fortsätzen (Axone), also den Leitungsbahnen. Allerdings sind in die weiße Substanz ebenfalls Ansammlungen von Nervenzellkörpern eingestreut, die Nuclei ("Kerne" oder "Kerngebiete"). Die größeren Kerngebiete sind ebenfalls leicht zu erkennen.

Niedere Tiere

Die dorsalen, zentralnervösen Strukturen der Vertebraten könnten den ventralen Strukturen der Strickleiternervensysteme von Insekten homolog sein. Eine derartige Hypothese wurde schon 1875 von Felix Anton Dohrn formuliert, der vermutete, dass beide sich auf das Nervengeflecht eines ringelwurmartigen Vorfahrens zurückführen lassen.

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Suhas Patil

Dr. Suhas Patil, born 1944 in Jamshedpur, India, is a Silicon Valley tycoon and a venture capitalist. Patil founded Patil Systems, Inc., (1981) in Salt Lake City, which was renamed as Cirrus Logic in 1984 when it moved to Silicon Valley. He is the Chairman Emeritus of Cirrus Logic from 1997. He is the Chairman of Digité, Inc., which was earlier named Tufan Infotech and is also Chairman of the Board of Cradle Technologies. He also serves on the boards of The Tech Museum and the World Affairs Council of Northern California. Patil is an Angel Investor in numerous start-ups. He founded a not for profit organization, the TiE – The Ind-US Entrepreneurs in 1992, together with successful entrepreneurs and businessmen of Indian Origin in Silicon Valley for nurturing and mentoring entrepreneurs and young companies.

Patents and Research Papers

Patil is recipient of several patents in the field of integrated circuits and has over 40 scientific papers covering the areas of Computer Architecture, Parallel Processing Computer, Mathematics for Computer Science and Design Methodology.

Academia

From 1970 until 1975, Patil was assistant professor of electrical engineering at Massachusetts Institute of Technology. While at MIT, he also served as assistant director of Project MAC (Multi-Access Computer), the largest computer science laboratory in the U.S, where the timesharing computer system was developed. At MIT, he worked in the area of Computer Architecture and related topics. He was an associate professor of computer science at the University of Utah from 1975 to 1980, where he started the VLSI group and worked on design methodology for complex integrated circuits.

Education


- Honorary D. Sc. for his work in science and industry, IIT Kharagpur, 1995
- D.Sc. (Electrical Engineering), MIT, 1970
- M.S.E.E, MIT, 1967
- B. Tech (Hons) (Electronics and Electrical Engineering), IIT Kharagpur, 1965

External links


- http://www.thetech.org/exhibits/online/revolution/patil/
- http://www.digite.com/about/board.htm
- http://www.cirrus.com/en/about/executives/bios/E12.html
- http://www.computerhistory.org/about/board/bios/patil.shtml
- http://www.vitalect.com/content/investors.htm
- http://www.cradle.com/aboutus/dir_drspatil_bio.shtml

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Ilobasco
Ilobasco is a municipality in the Cabañas department of El Salvador. El Salvador
This little town is known country wide (and internationally) for their clay craftsmanship (even though other materials are used too) or pottery
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